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Geschichte Sardiniens

„Furat chie venit da’e su mare“ – das wahrscheinlich älteste überlieferte Sprichwort der Sarden bedeutet übersetzt: „Wer übers Meer kommt, will uns bestehlen“. Dieser kurze und bündige Satz kann als Resümee für die Geschichte Sardiniens gelten und trifft den Nagel genau auf den Kopf, da die Vergangenheit der Insel überwiegend von Raubzügen, Eroberern und Kolonialmächten gekennzeichnet ist. Da damit stets Unterdrückung, Ausbeutung und oftmals auch Versklavung einherging, stellt sich die sardische Geschichte oft sehr blutig und grausam dar.

 

In Sardinien gaben sich fast alle kulturell hochentwickelten Völker aus dem näheren Umkreis der Insel quasi die Klinke in die Hand. Die Phönizier und Punier wurden von den Römern und Byzantinern abgelöst; aus Afrika warfen die Sarazenen begehrliche Blicke auf die Insel und von Italien her wurde Sardinien von Genua und Pisa zur Arrondierung des Herrschaftsgebiets dieser Städte auserkoren. Spanien und Frankreich wollten dabei nicht zurückbleiben und schickten die Herzöge von Savoyen-Piemont, um ihren Teil vom Kuchen Sardinien abzubekommen. Das Schlusslicht bildeten die Italiener selbst; sie sind letztendlich bis heute hier geblieben. Dennoch betrachten sich die Sarden als eigenständiges Volk, dem es durch die Jahrtausende hindurch immer wieder gelungen ist, ein noch so kleines Fünkchen Souveränität zu bewahren – und sei es zeitweise nur in den Köpfen und Herzen der stets wehrhaften und zähen Inselbevölkerung.

Kurzer Abriss über die Geschichte Sardiniens


Ab 150000 v. Chr Funde geben Hinweise auf eine sehr frühe Besiedlung Sardiniens.

Ab 6000 v. Chr Jungszeinzeit, Einwanderung der Cardial Kultur, einer im Mittelmeerraum angesiedelten Kultur, deren Namen auf den Stempelabdrck der Herzmuschel mit wissenschaftlichen Namen "cardium edule" zurückgeht.

1800 - 500 v. Chr Blütezeit der Nuragher während der Bronzezeit. Die Nuragher errichten große Felstürme, genannt Nuraghen, von denen sich auch der Name dieser Kultut ableitet.

ab 1000 v. Chr. Besiedlung Sardinies durch die Phönizier, einem semitischen Volk der Antike. Sie galten als geschickte Seefahrer und lebten hauptsächlich im heutigen Libanon und Syrien an der Mittelmeerküste.

500 - 200 v. Chr. Feldzüge der Karthager gegen die Sarden

238 v. Chr. Sardinien wird römische Provinz

456 n. Chr. Nach dem Fall Roms besetzen die Vandalen Sardinien

ab 710 n. Chr Überfälle der Araber auf Sardinien

1239 n. Chr. König Friedrich II von Sizilien ernennt seinen illegitimen Sohn Enzio zum König von Sardinien. Sardinien bekommt damit den Status eines Königreichs.

1323 n. Chr. Die spanischen Aragonesen unter Jakob II besetzen Sardinien.

1365 n. Chr. König von Arborea besetzt Sardinien

1323 - 1720 n. Chr. Das Königreich Sardinien unter iberischer Herrschaft.

1847 Die Sarden vereinigen sich mit Piemont und bilden eine Regierung in Turin

1861 Unabhänigkeitskriege um die Einigung Italiens. Das Königreich Sardinien wird 1861 in das Königreich Italien integriert. Der sardische König wird zum König von Italien.


Ozieri-Kultur und Nuraghen:

Sardiniens Ursprünge gehen bis weit vor die Steinzeit zurück. Prähistorische Funde lassen ahnen, dass es bereits damals Kulturen auf der Insel gab, doch liegen die Anfänge der sardischen Geschichte im Dunkeln der menschlichen Vorgeschichte. In der Provinz Sassari fand man Spuren der ältesten menschlichen Besiedlung. Werkzeuge zur Keramikherstellung lassen auf ein Alter von ca. 150.000 Jahren schließen.  mehr...

Phönizier:

Bereits im 9. Jahrhundert v. Chr. bevölkerten die Phönizier die Küsten Sardiniens und trieben lebhaften Handel mit den nuraghischen Stämmen. Besonders die reichen Erzvorkommen im Südwesten der Insel und die fruchtbaren Ebenen taten es den phönizischen Händlern an, die zahlreiche Niederlassungen an den Küsten gründeten.  mehr...

Karthager und Römer:

Die von den Phöniziern abstammenden Karthager erobern weite Teile Sardiniens. Die Karthager machen Sardinien zu ihrer Kornkammer und beuten die Erzvorkommen ebenfalls rücksichtslos aus. Als „Gegenleistung“ brachten die Karthager die Malaria auf die Insel, die sich bis ins 20. Jahrhundert hartnäckig auf Sardinien behaupten konnte.  mehr...

Byzantiner und Araber:

Erst die Völkerwanderung, die die Byzantiner nach Sardinien brachte, ließen die Insel ein wenig hoffen. Doch auch das sogenannte oströmische Reich beutete Sardinien hemmungslos aus. Bald schon wurden die neue Besatzungsmacht von den Arabern bedroht, die auf Sardinien landeten, die Küstenstädte plünderten und zerstörten und alle Einwohner, die nicht mehr fliehen konnten in die Sklaverei verschleppten.  mehr...

Pisaner und Genuesen:

Anfang des 11. Jahrhunderts rief der Papst zur Befreiung Sardiniens von den ungläubigen Sarazenen auf, was von den Städten Pisa und Genua prompt aufgegriffen und in die Tat umgesetzt wurde. Gemeinsam mit den vier Judikaten wurden die Araber von der Insel vertrieben.  mehr...

Spanier:

Auch diesmal war es wieder ein Papst, der die Herrschaftsverhältnisse auf Sardinien änderte. Bonifaz VIII. überließ die Insel 1297 König Jakob II. von Aragon als Lehen, was für die Sarden eine 400 Jahre währende spanische Unterdrückung zur Folge hatte. Hatten sich die Byzantiner noch mit Ackerland und Landsitzen „begnügt“, nahmen die Spanier nun auch den Hirten das Weideland ab und raubten ihnen damit ihre Existenzgrundlage.  mehr...

Anschluss an Italien:

Dieses Schreckensregiment wurde erst mit dem Spanischen Erbfolgekriege beendet, in dessen Folge Sardinien zu Österreich fiel, durch einen Gebietstausch jedoch Anfang des 18. Jahrhunderts an Savoyen abgegeben wurde. Wieder einmal sah die sardische Bevölkerung diesem Machtwechsel hoffnungsvoll entgegen, um wieder einmal enttäuscht zu werden. Außer der Landessprache, die von Kastilisch in Italienisch geändert wurde, konnten keine tiefgreifenden Veränderungen im neu gegründeten Königreich Sardinien festgestellt werden.  mehr...

20. Jahrhindert:

Erst während der Regierungszeit Mussolinis kurbelte man die marode Wirtschaft auf Sardinien wieder an. Der brachliegende Bergbau wurde vorangebracht und man legte Bewässerungssysteme und Staudämme an. Außerdem entwässerte man die Sümpfe, um endlich die seit vielen Jahrhunderten wütende Malaria endgültig von Sardinien zu vertreiben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Cagliari, Alghero, Porto Torres und Olbia durch alliierte Bombenangriffe stark zerstört.  mehr...


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